Ich habe die letzten zwei Wochen festgestellt, dass nicht jede Arbeit so gediegen sein kann, wie die eines Grafikdesigners.
Ich bin eigentlich auf dem nicht unbedingt besten und schnellsten, aber immerhin doch halbwegs sicheren Weg, meinen Wunschberuf als Grafikdesigner zu erhalten. Davor muss natürlich noch Zeugs getan werden.
So hat mich vor ca. 3 Wochen ein alter Bekannter angerufen und gefragt, ob ich einem anderen Bekannten evtl. helfen möchte, auf einer Baustelle ein paar Netzwerkkabel auszulegen, natürlich gegen Bezahlung. Sei auch keine so harte Arbeit, wie man es sich von Baustellen denkt. Außerdem winkt natürlich Geld, welches ich derzeit gut benötigen kann.
Naja, falsch gedacht, die Baustelle war viel größer als erwartet, die Anzahl der Kabel beschränkte sich nicht nur auf die des Netzwerks und der psychische wie körperliche Stress war für mein ahmes, tleines Dehirn wirklich zuviel. Nach zwei Wochen Arbeit fühle ich mich kranker als ich bin und noch dazu bin ich wirklich erschöpft, meine Beine und Füße schmerzen seit Tagen, mein Kreislauf spinnt (was aber wohl eher an den ständigen Temperaturunterschieden zwischen Baustelle und draußen liegt) und dass ich jemals nochmal auf ner Baustelle arbeiten werde, für was auch immer, ist derzeit so wahrscheinlich wie der Pups eines Steins.
Respekt an diejenigen Leute, die das täglich machen und nicht ohne können. Wirklich. Ihr habt n brutal starkes Nervenzentrum und ne Ausdauer, da können sich wahrscheinlich sogar Olympia-Athleten was abschauen.
Ich für meinen Teil habe gelernt, dass Arbeit nicht gleich Arbeit ist. Klar, es kann meist erledigt werden, aber der insgesamte Aufwand ist einfach sehr anders. Auch wenn die Bezahlung nicht die schlechteste war, bleibe ich doch lieber bei grafischen Aufträgen. Da weiß ich, was ich tun muss, wie ich es tun muss und wie ich am schnellsten zum benötigten Ergebnis komme.
Wie dem auch sei, der nächste Schritt für meinen Wunschberuf an meiner Wunscharbeitsstelle ist getan. Somit ist auch der Schritt für meinen Wunschtraum, eine eigene Arcade-Halle zu betreiben, ebenfalls getan. Fehlen nur noch eine Ausbildung, einige Jahre Arbeit und ca. 50.000 bis 150.000 € Startgeld für meine Halle.
Aber über die schreib ich irgendwann mal was.
~ V-King
